28.01.2010

Ade Klischee! Warum im Internet in Sachen Daniel Schuhmacher endlich Tacheles geredet wird

Es war das reinste Trauerspiel in den vergangenen Monaten. Die Reaktionen in den Redaktionen auf den Sieg von Daniel bei "Deutschland sucht den Superstar" bewegten sich zwischen Desinteresse und Häme. Objektivität oder wenigstens der Versuch, einen Blick hinter Klischees wie "Bohlens neue Marionette" oder "blonder Softie" zu werfen: Fehlanzeige. Die wichtigen Medien ignorierten ihn ab Tag 1 nach Ende der Staffel, weil einer wie Daniel nicht in ihr Weltbild passt; zu diesem Weltbild gehört die Ansicht, dass einer, der im Augenblick seines größten Triumphs seine Eben-Noch-Konkurrentin zu sich auf die Bühne holt, keine "Personality" besitzt. Nur kommerziell orientierte Weblogs verbreiteten ihre Pseudo-Meinung im www, um arglose Daniel-Fans auf ihre Seiten zu locken.


Bei Daniel haben Deutschlands journalistische Meinungsmacher kläglich versagt. Jetzt werden Daniels Bewunderer selbst zu Medien- und damit zu Meinungsmachern. Und schreiben im Internet das, was die Profis vor lauter Abgestumpftheit, Selbstgefälligkeit und pseudo-geistreicher Spießigkeit nicht von der Hand gehen will: Wie GUT Daniel Schuhmacher ist.






Zum einen ist da www.s-i-d-s.de, der Internetauftritt einer Faninitiative, die Daniel Schuhmacher auf den verschiedensten Wegen unterstützen will. Ein anderes Beispiel ist ein Artikel auf www.online-artikel.de unter der Überschrift "Daniel Schuhmacher - Ist er zu modern?". Die Autorin stellt damit die richtige Frage: Ist der Star Daniel Schuhmacher mit seiner Natürlichkeit und Integrität seiner Zeit voraus? "Eine vollkommen neue Art von Star Appeal" attestiert die Schreiberin Daniel, und "verspielte Lifestyle-Freakyness, natürliche Herzlichkeit gegenüber den Fans, und bei aller Unkompliziertheit eine magische Bühnenpräsenz. Instinktiv wählte das Publikum ihn zum Superstar. Und dennoch blieb der 22-Jährige bis heute ohne „Lobby". Im Gegenteil, Daniel Schuhmachers weiterer Erfolg scheint von RTL nicht vorgesehen. Stattdessen setzt man dort wie gewohnt auf das alljährliche Verfallsdatum."


Und heute geht der Artikel "Ein Echo auf Daniel Schuhmacher" (www.rp-online.de ) in dieselbe Richtung: Die Autorin nimmt Daniels Echo-Nominierung zum Anlass für ein Gedankenspiel: "Robbie Williams bringt eine neue Single heraus. Seine Plattenfirma investiert nicht Millionen in aufwändige Marketingkampagnen und Werbe-Kooperationen. Er schmettert der TV-Nation nicht allabendlich ein "I love to entertain you" entgegen. Sein Konterfei springt nicht von riesigen Plakaten jedem Autofahrer und Passanten in allen deutschen Großstädten ins Auge. Die Radiosender überbieten sich nicht gegenseitig in dem Bemühen, die ersten zu sein, die die exklusiven Erstausstrahlungsrechte für die Deutschlandpremiere erhalten und spielen die Single nicht schon acht Wochen vor offiziellem Verkaufsstart rund um die Uhr. Thomas Gottschalk lädt Robbie nicht zur Präsentation seiner neuen Single zu "Wetten dass" ein, es gibt kein Promotion-Konzert am Potsdamer Platz in Berlin, keine begleitende PR in jedem deutschsprachigen Presseorgan und TV-Magazin mit kollektivem Rätselraten, ob Robbie Heiratspläne schmiedet oder sich mit Take That wiedervereint … Stoppen wir an dieser Stelle. Auch so: Dieses Gedankenexperiment darf übertragen werden auf alle anderen, deren Tonträger sich bevorzugt unter den Top 5 einreihen. Got the point?" 


Und weiter über Daniel: "Er hat ein Management zur Seite gestellt bekommen, das auf Castingshow-Absolventen spezialisiert ist und zu dessen Entschuldigung es gereicht, dass es vermutlich weder über die finanziellen Mittel, noch die personellen Kapazitäten verfügt, großangelegte Promotions und aufwändige PR-Kampagnen zu fahren und mit der Borniertheit mancher Journalisten zu kämpfen hat ("Der DSDS-Sieger? Ach danke, lassen se mal"). Dann liest man "von Daniel Schuhmacher hört man ja nichts mehr". Die Ironie des multimedialen Paradoxums." 


Es werden nicht die letzten Pro-Daniel-Schuhmacher-Artikel im Netz gewesen sein... 

Kommentare:

  1. Der Artikel ist doch rein subjektiv.
    Wahrscheinlich von einer der 30 bis 40 weiblichen Hardcorefans geschrieben,die mehr das Äußere des Sängers betrachten denn seine mäßige Sangesqualität.

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  2. skandal!!! ein subjektiver blog....wo gibts denn sowas??? wo kann ich das melden...

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  3. Tja, wen Daniels Stimme nicht im Herzen berührt, der hat dann wohl keines...wieder ein toller Blog der genau ins Schwarze trifft. Daniel goes for the ECHO!!!

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  4. Ja mit den Medien hierzulande ist das schon seltsam.Wenn man zb beim Radio was wünscht,sagen sie,den will keiner hören,wenn dann viele Fans sagen,wir wünschen mal gezielt,sagen sie das ist Manipulation der Carts.Wie bitte macht man es den Medien recht?Ich möchte jedenfals den Müll,der üblicherweise so im Radio läuft nicht mehr hören.DANIELS cd´s laufen deshalb bei mir immer undpermanent.

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