05.03.2010

Sieger der Herzen... oder: Revenge is sweeter


Daniel Schuhmacher
Originally uploaded by FRITZ.de
Das Ärgerlichste an der Echo-Verleihung gestern? Außer dem Armutszeugnis für die ARD, die peinlich offensichtlich gegen DSDS wettern ließ, um das eigene Casting-Format „Ein Star für Oslo“ besser dastehen zu lassen, weil es gegen DSDS quotenmäßig schlecht dasteht (und sogar die gleichen Moderatoren einsetzte bzw. fast alle Gast-Juroren der letzten Woche als Laudatoren)? Zitat Spiegel-Online: „Zuvor hatte (Westernhagen) aber noch einen fürchterlich eitlen Auftritt als Laudator, bei dem er metaphernselig zwischen kulinarisch wertvoller Musik und Fast-Food-Ware unterschied. Das Imbissfutter, klar, stellten für Westernhagen Castingshow-Musiker dar. Und während er da etwas ungelenk seine altväterlichen Klagen ausstieß, wurde schnell auf die Casting-Band Monrose, noch ein ProSieben-Gewächs, im Zuschauerraum geschnitten. Die zeigten ihm dafür zu Recht genervt den Mittelfinger.“


Das Ärgerlichste ist, dass jeder, der Daniel Schuhmachers Entwicklung in den vergangenen Monaten verfolgt hat, zugeben müsste, dass er den Preis soviel mehr verdient hätte als viele der gestrigen Gewinner. Und dass diese Tatsache von der Deutschen Phono-Akademie bewusst ignoriert wurde, nur um in diesem Jahr keinem DSDS-Sieger einen Echo geben zu müssen. Da kann man nur sagen: Die Verantwortlichen sollten froh sein, dass man mit den „Casting-Opfern“ überhaupt noch Nachwuchsmusiker hat, die genug Platten verkaufen, um für den Echo nominiert werden zu können. Denn Nachwuchspflege wird ja von der Musikindustrie nicht betrieben.


Revenge is sweeter. Auch wenn es nur ein winzig kleines, unbedeutendes Stückchen Rache (oder Trost) war: Nach dem ersten Schock twitterten sich gestern Nacht die Fans den Frust von der Seele – und ihren „Echo-Sieger der Herzen“ mit einer Köln-Live-Version von „A million miles“ für mehrere Stunden auf Rang 2 der weltweit meistgetwitterten Videos auf www.truveo.com - weit vor beispielsweise Vampire Weekend, einer der momentan erfolgreichsten Bands überhaupt. 




Heute Nachmittag war „A million miles“ immer noch auf Rang 11 der meistgetwitterten Videos des Tages. 




Den ganz großen Effekt bei den Aufrufen des Videos auf youtube hat die Aktion noch nicht gebracht (gut 400 Aufrufe mehr seit gestern Abend), aber jede Menge Aufmerksamkeit allemal. Der Spruch „Echo-Sieger der Herzen“ wurde von zahlreichen Twitterern aufgegriffen. In Deutschland war „Daniel Schuhmacher“ selbst heute Nachmittag noch der drittmeistgetwitterte Begriff (nach CeBIT und Cebit).


Maxi-CD-Verkaufsrang 4 heute Nachmittag bei Amazon lässt die Welt ebenfalls wieder ein bisschen rosiger aussehen.

Die nächste Twitter-Aktion kommt bestimmt, spätestens zum Single-Release am 26.3. Und dann darf man vielleicht schon entfernt an den Comet 2010 denken…

Kommentare:

  1. Daniel Schuhmacher, Newcomer of Hearts :-)

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  2. Ich bin einfach sprachlos über diese niveolose Echoverleihung am gestriegen Abend in der ARD.
    Was da für verstaubte Typen über junge sehr gute Sänger vom Stapel gelassen haben,wenn sie überhaupt etwas zusammengestammelt haben spottet jeder Beschreibung.
    DANIEL ist ein genialer Sänger,das werden diese Mießmacher schon noch erfahren müssen.

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  3. Ich beruhige mich auch nur langsam wieder, unmöglich, was da abging und das in der ARD! Hoffe sehr, dass Daniel alles unbeschadet überstanden hat!
    Ab jetzt Blick nach vorn! Unsere beste Antwort zeigt sich im Amazon Maxi-CD Verkauf, Rang 4, na also, geht doch! Wir werden es allen zeigen!
    Vielleicht sollten wir schon bei Erscheinen des Videos twittern??!!

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  4. Ich war so froh das nach dieser wirklich sonderbaren ECHO-Geschichte die twitter-Aktion so erfolgreich wurde!!!
    Die Echo-Veranstaltung war eher eine Selbstdarstellung der tragischen Rolle die leider die deutsche Musikindustrie wohl zur Zeit spielt - mit einer Nullnummer was Newcomer oder junge deutsche Nachwuchskünstler angeht!!!
    Daniel hätte diesem ECHO jedenfalls ein wenig mehr Glaubwürdigkeit verliehen!

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  5. Die Echo-Verleihung war der Gipfel der Unverschämtheit! Wie nennt man denn das denn gleich, wenn man sich absichtlich bei den Verkaufszahlen von Musikträgern verrechnet? Ist das nicht Betrug? Die Jury bestand ja zum großen Teil aus Journalisten und mehr muß man doch nicht sagen.
    Egal, ob man Daniel Schuhmacher mag oder nicht, aber ihn vor einem Millionenpublikum derart bloßzustellen, Buh-Rufen und Pfiffen nicht Einhalt zu gebieten, das war mehr als beschämend. Den einzigen ECHO des Abends hätte Tim Mälzer verdient, weil er sich getraute, den Mund aufzumachen und zu sagen, daß die Medien mal die F(P)resse halten sollen. Das fand ich Zivilcourage! Man muß Tim Mälzer das unbedingt schreiben.
    Aber noch nicht genug, daß Daniel den Echo nicht bekommen hat, nun soll er auch noch von SONY Music abserviert werden. Was passiert denn dann mit ihm? Und was, wenn seine neue Maxi-Single sich nicht gut genug und gewinnbringend verkauft? Ich habe Angst, daß die Hürden immer mehr und höher werden und Daniel Schuhamcher eines Tages nicht mehr darüberspringen kann. Irdenwann geht ihm die Puste aus bei soviel GEgenwind.
    Die Veranstaltung als solche war eine peinliche Angelegenheit, in der sich alternde Stars als Laudatoren verwirklichen wollten ohne jeden Witz und Humor und eine mittelmäßige Moderatorin sich selbst in den Vordergrund gedrängt hat. Oh, weia, was muß z.B. ein Weltstar wie Robbie Williams von uns Deutschen halten. Wir können's einfach nicht!
    Als kleinen "Trost" empfinde ich nur, daß auch ein so begnadeter und überaus beliebter Künstler wie David Garrett leer ausgegangen ist.
    Wie können wir Fans denn nun wirklich Daniel Schuhmacher helfen? Demonstrieren - wo? Ich bin dabei!

    Bitte kauft alle die neue Maxi-Single von Daniel, denn sonst sehe ich schwarz... Aber ich möchte nicht, daß Daniel ganz von der Bildfläche verschwindet oder sich mit kleinen Auftritten auf Vorortbühnen begnügen muß. Seine Stimme hat mich süchtig gemacht und wer süchtig ist, weiß wie schwer gegen eine Sucht anzukämpfen ist.
    Alles Glück der Welt für DAniel!

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  6. hmm was mich wundert.. das "Star für Oslo" is ja dann auch Fast Food (um die Worte des Laudators zu gebrauchen). ah das könnte so richtig nach hinten los gegangen sein
    und das Lady Gaga auch ned da war.. würd mich mal interessieren, was das zu bedeuten hat..

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  7. danke, dieser Blog hat mich wieder ein wenig schmunzeln lassen...Monrose haben dem MMW den Mittlfinger gezeigt? :-))

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  8. Ja, das war wirklich eine sehr peinliche Veranstaltung gestern. Hoffe auch, dass Daniel das, was gestern mit ihm gemacht wurde, wegstecken kann. Auch mich hat Daniels Stimme fest im Griff und das, obwohl ich Mitte 40 bin und schon viel Musik gehört habe.
    Schon allein aus Trotz werde ich die neue Single mehrmals kaufen und vielen lieben Freunden schenken - schließlich steht der Osterhase vor der Tür.

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  9. Daniel's If It's Love ist inzwischen auf Platz 1 bei Amazon!!

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  10. ...wer einmal von der Droge Daniel Schuhmacher erfasst wurde , der kann nicht mehr davon los...ich bin Anfang 50!!! und in meiner Jugend haben mich Konzerte oder Fan sein kalt gelassen...habe fast außschliesslich klassische Musik gehört...
    über den Echo sage ich jetzt nichts mehr ...HAKEN drann und nach vorne schauen!!!!

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  11. Marius Müller-Westernhagen,der "altväterliche Klagen ausstieß" haha gut beschrieben!... Da sieht man mal, dass die Laudatoren sich klar sein müssen, dass ihr Gebaren an einem solchen Abend das Image gründlich demolieren kann!

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