20.12.2010

Letzte Runde... Der Daniel-Schuhmacher-Weihnachts-Fortsetzungsroman...

Alles hat einmal ein Ende... auch unser weihnachtlicher Fortsetzungsroman für Daniel. Wir starten in die letzte Runde: Findet einen passenden Schluss für unsere Geschichte - die, wie wir finden, wirklich genial geworden ist.

An Heiligabend bekommt Daniel die Story dann virtuell überreicht - und ihr könnt noch eure Weihnachtswünsche für Daniel als Kommentar drunterschreiben.

Also, auf gehts! Viel Spaß beim Dichten des Happy Ends... oder vielleicht auch nicht happy? Wie ihr wollt! Wir sind gespannt!



...es war doch echt wieder wie jedes Jahr, nix war in time: Die Geschenke waren noch nicht verpackt, der Weihnachtsbaum stand leicht schief und ohne Schmuck in seinem Christbaumständer und eigentlich wollten alle Kumpels von Daniel in einer knappen Stunde bei ihm zur ultimativen X-Mas-Housewarming-Party reinschneien. Langsam wurde Daniel hektisch, als es plötzlich an der Tür klingelte...

Als Daniel öffnete, stand da ein etwas zerzauster Alter, dessen Waschtrommelbauch notdürftig von einem roten Mantel verhüllt wurde.

"Tschuldigung, wenn ich störe, aber ich bräuchte mal ihre Unterstützung, junger Mann! Ich hab da drüben auf'm Dach etwas unsanft geparkt und stecke fest. Und ich hab noch Termine über Termine... Also?" Dabei schaute der Bärtige so flehentlich und zugleich streng, dass Daniel seufzend hinter dem Alten hertrottete.

Über eine Leiter gelangten sie zu dem Schlitten des Alten, der sich im Schnee am Kamin verkeilt hatte. Plötzlich... "krrrrk"... das Dach des Gebäudes gab nach und Daniel und der Alte plumpsten durch das entstandene Loch.

Als die beiden sich aufrappelten, blickte der Weihnachtsmann - denn um niemand anderes handelte es sich - in die schielenden Augen eines aufblasbaren Plastikrauschgoldengels. Der Alte hustete und ächzte: "Was'n das hier für ein Gruselschuppen?"

"Tja", sagte Daniel, "willkommen im Kaufhaus des Grauens..."

Der Alte (sorry, der liebe Weihnachtsmann) schaute sich noch ein wenig um und war a little bit geschockt. Daniel sagte: "Yo, lass uns mal den Ausgang suchen ich hab gleich die ultimative X-Mas-Party und nix is fertig." Die beiden machten sich auf den Weg, doch plötzlich hören sie ein Geräusch...

Es war ein schleifendes, kratzendes, Angst einflößendes Geräusch, das einem die Gänsehaut über den Rücken laufen ließ, und eiskalten Schweiß auf der Stirn sich in Bächen ansammeln, der über die erbleichten Wangen von Daniel und Santa lief und ihnen den Endspurt zum Ausgang, der ihnen wie im Zeitlupentempo vorkam, erschwerte.

Sie stolperten über ihre eigenen Füße, landeten kopfüber in einem Gewirr, wie aus Spinnfäden, welche sich von Regal zu Regal ausgebreitet hatten, wickelten sich fast zu einem Cocoon ein, und Daniel und Santa blieb nur noch eine Möglichkeit, sich mit kleinen Hüpfern in Richtung Ausgang zu retten, der ihnen aber leider von einem riesigen, aufblasbaren Weihnachtsbaum versperrt wurde, dessen Gestalt durch das einfallende Mondlicht eines Fensters wie eine riesige Krake aussah, die mit ihren vielen Fangarmen nah ihnen griff.

Daniel bebte, zitterte, sowas hatte er noch nicht erlebt, aber gleichzeitig kehrte sein Wagemut zurück, und er preschte durch den grauenhaften Laden mit einem Hechtsprung nach vorne, Santa am Gürtel seines Mantels hinter sich herschleifend, schwer atmend, dem rettenden Ausgang zu, als ihn seine Kräfte verließen und er bäuchlings zu Boden ging, nur mit einem einzigen Gedanken in seinem Kopf: "Shit, mein iPhone in der Tasche ist jetzt auch hinüber!"

"Wünsch dir 'n neues zu Weihnachten und lass uns hier abhauen, Mann!", erwiderte Santa und schlängelte sich zum Ausgang, was durch die Ausmaße seines Körpers wenig elegant wirkte. Daniel hüpfte hinterher.

Nun standen die beiden aber vor einem neuen Problem: Wie sollten sie (eingewickelt in... ja was war das eigentlich?!) die Tür aufbekommen?! Daniel hatte schließlich den rettenden Einfall, mit dem Kopf drückte er die Türklinke herunter und überließ, ganz der Gentleman, Santa den Vortritt in die rettende Freiheit.

Doch was war das? Daniel spürte einen heißen Atem im Nacken, es lief ihm kalt den Rücken hinunter. Wie zur Salzsäure erstarrt stand er da und stotterte: "Santa, jetzt nicht umdrehen....iwas ist da....Hhhhhhhaaalllloo??" Der Atem in Daniels Nacken wurde immer wärmer, lauter, hörte sich an wie 20 frierende, schnaubende Pferde... Daniels Angst wurde immer größer... sollte er es wagen? Sich umdrehen? Sein junges Popstar-Leben riskieren und "durchs Feuer rennen"??? JA! Mit allem Mut, den er aufbringen konnte, drehte er sich ohne Verluste zu fürchten um, und sah zu seinem Entsetzen...

Oh Gott, das konnte doch nicht wahr sein! Es war wie... ein verdammt schlechter Horrorfilm! Denn während Daniel sich umdrehte, erblickte er lauter maskierte Weihnachtsmänner, sie atmeten schwer, gaben immer wieder unverständliche Laute von sich und schienen generell nicht besonders vertrauenserweckend. Sie kamen auf Daniel zu und sahen nicht gerade so aus, als wenn sie zum Spaßen aufgelegt wären... er musste sich also schleunigst was einfallen lassen.

„Das kommt mir vor wie ne Scary Movie Weihnachts-Edition... eigentlich ja ne mega Idee, aber bitte ohne mich! Scheiße, ich muss weg hier. Aber wie?!“ 



Hektisch sah sich Daniel nach Santa um, packten diesen an der Verschnürung seines Mantels und zerrte ihn die Regalstraßen entlang in die Richtung, wo er den Ausgang vermutete. Hinter ihnen hörte er immer noch die Darth-Wader-Armee in Nikolaus-Verkleidung, die offensichtlich den selben Weg eingschlagen hatte.
Als Daniel und Santa wieder an dem aufblasbaren Plastikengel vorbeikamen, da prallte er unsanft gegen die durch gnadenloses Training gestählte Brust von... 


Detlef D!Soost!!!
 
Der schmetterte ihnen ein aufgekratztes "Tach, habt ihr vielleicht ein paar strange Weihnachtsmänner gesehen? Hier ist ne Probe für ne Santa-Dance-Performance angesetzt, und ich soll die Typen coachen, aber irgendwie kann ich die nicht finden..." In dem Moment riss Detlef die Augen auf und
rief laut: "Da seid ihr ja, ihr Deppen, ich hab euch die ganze Zeit gesucht!" ... 

Die Weihnachtsmann-Truppe hatte Daniel und Santa inzwischen eingeholt und kam - immer noch röchelnd - auf die drei zu. "Wie, ihr schnauft immer noch? Mann, mann, ne halbe Stunde Aufwärmtraining, und schon außer Atem - wird Zeit, die Plautzen loszuwerden." Daniel und Santa atmeten erleichtert auf... doch keine Zombie- oder Darth-Vader-Weihnachtsmänner, sondern bloß ne Tanzgruppe, die nicht in Form ist. 

"Was ist mit euch beiden?" fragte D!. "Steigt ihr bei uns ein und übt die Choreo mit?" - "Keine Zeit", meinte Santa, "Ich muss endlich meinen Schlitten befreien, und der junge Mann wird mir dabei helfen." Seufzend nickte Daniel, und die beiden wendeten sich Richtung Ausgang. 

Gerade, als sie das Kaufhaus des Grauens durch die altmodische Drehtür verlassen wollten, drang ihnen ein seltsamer Geruch in die Nasen, der eindeutig etwas vom täglichen Geruch in Daniels Küche an sich hatte. Santa schnüffelte und meinte: "Irgendetwas riecht hier angebrannt." Daniel linste hinters nächste Regal, wo er mit erschrecken feststellte, dass die Kiste mit den Strohsternen lichterloh brannte. 

Er versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren, während der Weihnachtsmann verzweifelt die Hände über den Kopf warf und schreiend im Kreis lief. "Jetzt hör mit dem Theater auf und hilf mir, verdammt!", zischte Daniel dem aufgelösten Weihnachtsmann zu und zog sein zerstörtes iPhone aus der Tasche, weil er hoffte, zumindest zum Telefonieren würde es noch taugen. Dabei schnitt er sich allerdings am zersprungenen Display in die Hand und Blut tropfte auf den Boden. 

Das war endgültig zu viel für den Weihnachtsmann, er kippte rückwärts um und landete direkt im Regal für Weihnachtskugeln. Daniel entfuhr ein lautes "Scheiße!" und schrie dann nach D!. Der kam sofort angestürmt, im Schlepptau die maskierten Weihnachtsmänner. "Ach du Heiliger", machte auch er erstmal seinem Schrecken Luft. Einer der Maskierten zog sein Handy aus der Tasche und wählte hektisch die 112.

Eine viertel Stunde später war das Feuer gelöscht und ein immer noch bewusstloser Weihnachtsmann wurde mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht. Daniel saß neben ihm im Krankenwagen und fluchte leise vor sich hin... die Party würde er wohl vergessen können. Und wegen des kaputten iPhones konnte er nicht einmal jemandem Bescheid geben. Und das alles nur wegen dieses nervtötenden... 

"Junger Mann!", krächzte Santa neben ihm und setzte sich leicht auf. "Ich falle wohl aus dieses Weihnachten... und wenn Weihnachten nicht auch ausfallen soll, brauch ich eine Vertretung!" ... "Sie sind wohl verrückt geworden! Erstmal habe ich keine Zeit, dann bin ich allergisch gegen Rentierfell, und drittens..." In diesem Moment ging der Krankenwagen quietschend in die Bremsen... und kam zum Stehen. Als Daniel aus dem Fenster sah, um zu sehen, was passiert war, erkannte er, dass wie von Zauberhand der Schlitten mit den Rentieren quer auf der Straße stand und den Krankenwagen an der Weiterfahrt hinderte.

"Daniel", sprach Santa, "das ist die Gelegenheit, du musst unbedingt für mich einspringen und die Weihnachtsgeschenke verteilen, sonst bekommen die Kinder nichts zum Fest." Daniel stützte den Kopf auf seine Hände und murmelte: "Sowas kann auch nur mir passieren. Was soll ich machen?" - "Schnell", sagte Santa,"zieh meinen Mantel an, binde dir den weißen Bart um, schnapp dir das Gespann und los gehts. Die Rentiere kennen ihren Weg, und zur Not habe ich noch das dicke Weihnachtsbuch mit den Adressen im Schlitten liegen, und das Lenken geht auch ganz leicht. Dreimal mit den Zügeln schlagen und Ho-Ho-Ho- rufen, dann setzen sich die Tiere in Bewegung."

"Das kann ja heiter werden", dachte sich Daniel, "Führerschein habe ich zwar, aber das ist doch was ganz anderes." So schnell er konnte zog er den Mantel von Santa an, band sich den Bart um, sprang aus dem Krankenwagen und rief noch, "Wünsch mir Glück", dann rannte er auf den Schlitten zu, sprang hinein, griff nach den Zügeln, schlug dreimal und brüllte "Ho-Ho-Ho".

Aus den Augenwinkeln sah er noch die verdutzten Gesichter der Sanitäter, und schon schoss das Gefährt, einen großen Bogen nehmend, davon. Er gewann an Höhe, kreiste mehrfach über die Wohnhäuser, immer schneller und schneller ging es, immer rasanter. "Wo ist hier die Bremse?", schrie Daniel, als plötzlich....



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Kommentare:

  1. gloggsi v. d. soulmates20. Dezember 2010 um 20:08

    ..wie aus dem Nichts ein klitzekleiner Engel neben ihm saß...Mit einem kumpelhaften "Hey Daniel" knuffte ihm der Winzlig in die Seite. " Ich habe von Oben gesehen, daß du Hilfe brauchst."Erwartungsvoll schaute der MiniEngel an Daniel hoch...doch der hatte seine Sprache noch immer nicht wiedergefunden und hatte außerdem alle Hände voll zu tun die Rentiere zu bändigen. Der Kleine stemmte seine Hände in die Seiten und schaute Daniel herausfordernd an..."Weiß wohl nicht wer ich bin ???.Hä?"..."Ich bin dein Schutzengel und laut Vertrag muss ich dir helfen."...Verdutzt musterte Daniel den kleinen Kerl...und prustete los..."na das kann ja heiter werden"..."wie willst du laufender Meter mir helfen...sag mir das bitte!"...ohne weiter Worte nahm Schutzengelchen die Zügel der Ren(n)tiere ...und siehe da sie wurden ruhig und liefen plötzlich ganz langsam. Wieder blieb Daniel für einen kurzen Augenblick die Sprache weg. Doch dann sprudelte er los..."also ich muss die Geschenke zu den Kindern bringen und einkaufen und die Wohnung aufräumen und...."...der Kleine grinste und winkte ab..."kein Problem...das kriegen wir hin". Da staunte Daniel nicht schlecht. Sie brausten los und liessen ein Geschenk nach dem anderen durch die Schornsteine der Häuser plumpsen. In kürzester Zeit war das geschafft. Dann ab in den Supermarkt und wieder nach Hause...der Mini-Engel war Daniel eine große Hilfe und wenig später war alles geschafft. Müde aber glücklich saß Daniel im Sessel und freute sich, daß nach diesem turbulenten Tag noch Alles gut gegangen war.
    Er bedankte sich 1000mal bei seinem Schutzengelchen. " Kleiner du hast mir so geholfen, was kann ich dir geben um dir das zu danken?" "Hast du irgendeinen Wunsch?"
    Da begannen die Augen des kleinen Engelchens zu leuchten. "Ja,...ich hab dich schon so oft von oben singen hören, ich möchte einmal bei einem deiner Konzerte dabei sein. Meinst du das wäre möglich?"...
    Daniel lächelte ..."klar ich schick eine Eintrittskarte an Santa...der ist nämlich MIR noch einen Gefallen schuldig. Kleiner das klappt , ich geb dir mein Wort!"
    Da srahlte der Winzling noch mehr, winkte Daniel und ...schwups war er verschwunden.

    Es klingelte an der Tür...Daniel öffnete...und herein strömten seine Freunde, die zur Party eingeladen waren...
    Daniel begrüsste alle herzlich und begann zu erzählen...."Ihr könnt euch nicht vorstellen was mir heute alles passiert ist..."

    PS...wenn euch beim nächsten Konzert ein Winzling zwischen die Füsse kommt, dann behandelt ihn gut...es könnte Daniels Schutzengelchen sein.

    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht gloggsi

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  2. ...als plötzlich eine große Sternschnuppe an Daniel vorüberflog. Er war geblendet, so nah war sie. Daniel kniff fest die Augen zusammen und wünschte sich: "Bitte, bitte, bitte mach, dass ich dieses Ding steuern kann!" Und sofort, ohne dass Daniel etwas tun musste, verlangsamte sich der Schlitten. Alles lief wie geschmiert, Daniel musste nur noch denken, wohin er wollte, und die Rentiere folgten wie von Zauberhand seinen unausgesprochenen Anweisungen. Von weit her hörte Daniel das läuten einer Kirchturmuhr. 12 Uhr! "Shit, ich muss mich beeilen!", rief Daniel entsetzt und trieb die Rentiere weiter an. Er flog von Haus zu Haus und suchte die passenden Päckchen aus dem großen Sack im Schlitten. Da Daniel Santa's Sytsem nicht wirklich durchschaute, durchwühlte er jedes Mal den schier bodenlosen Sack auf der Suche nach dem passenden Present. Dazu kam, dass auf einigen Päckchen die Adresse fehlte. "Na gut, irgendwo müssen ja Abstriche gemacht werden", dachte Daniel sich und verteilte die übrig gebliebenen Päckchen dann einfach auf gut Glück. Nur noch 2 Päckchen waren übrig, doch die Morgenröte schimmerte schon am Horizont. Daniel fand auch schnell eines der Häuser und kletterte in den Kamin. Als er wieder zum Schlitten kam, ging die Sonne bereits auf. "Hilfeeee, das schaff ich nie im Leben!", verzweifelte er. Doch da schätze er die Rentiere falsche ein. Sie gaben noch mal alles und pünktlich, als die Sonne vollständig am Horizont zu sehen war, waren alle Kinder mit Geschenken versorgt. Zufrieden mit sich und seiner Arbeit flog Daniel zurück zum Krankenhaus, um Santa von seiner Heldentat zu erzählen. "...und dann hab ichs doch noch geschafft, bevor die Kinder wach wurden und jetzt sind alle Geschenke verteilt", schloss Daniel seinen Bericht. Santa schmunzelte, denn Daniels Augen hatten beim Erzählen gestrahlt, als hätte er selbst die ganzen Geschenke bekommen. "Ich bin stolz auf dich", meinte der Weihnachtsmann deshalb und zog ein nigelnagelneues Iphone aus der Tasche. Nun strahlte Daniel noch mehr und umarmte Santa vor Übermut. Daniel textete gleich eine Entschuldigungs-SMS für die missglückte Party. Um 9 Uhr kam Daniel dann aus dem Krankenhaus, schnappte sich die Rentiere und tappte mit ihnen nach Hause, da sich die armen Tiere ja mal eine Pause vom Fliegen gönnen mussten. Er brachte sie in seinen Garten, wo er auf sie aufpassen würde, bis Santa wieder fit war. Daniel schmiss sich auf seine Couch und dachte über das erlebte nach. Eines war klar: Das war eine Nacht, die er nie mehr vergessen wird!

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  3. hunderte von Weihnachtsengelchen, wie schneeflocken, vom Himmel flogen und ihn bei seiner rasanten Fahrt begleiteten. Ein kleiner Engel setzte sich neben Daniel in den Schlitten und sprach."Du bist ja ganz schön schnell unterwegs, mein lieber! Wir haben das SOS vom Weihnachtsmann gehört und werden dir helfen, dass alle Kinder heute noch ihre Geschenke bekommen." Die Erleichterung war Daniel anzusehen. Schweißgebadet und fast blind, weil ihm der Bart durch den Fahrtwind immer wieder um Nase und Augen wehte. In Augen und Nase krabbelte es wie verrückt aber konnte jetzt wieder lächeln. Es machte plötzlich einen riesen Spass durch die Luft zu fliegen und an wunderschön, weihnachtlich geschmückten Häusern vorbei zufliegen. Daniel sang dazu, " i feel got....nänänänänä". Der Schlitten wurde langsam leichter bis kein Geschenk mehr übrig war. Daniel hatte fleißige Helfer. Die Engel fischten die Geschenke aus dem riesen Sack und brachten sie den Kindern. " Und nun? Ob es dem Weihnachtsmann schon wieder besser geht?" Daniel dachte die ganze Zeit ihn. "Was kann ich dem Weihnachtsmann als Dank für diesen genialen, unvergesslichen Abend schenken?" Er steuerte kurz entschlossen eine Tankstelle an um noch schnell einen Glühwein zu kaufen, der Tankwart glaubte nicht was er dort sah und fragte Daniel "wie hoch ist der Heuverbrauch?" und parkte wenig später den schlitten vor der Rettungsstelle des Krankenhauses. Von drinnen hörte Daniel Weihnachtsmusik. Alle lachten, denn der Weihnachtsmann erzählte von seinen lustigen Weihnachtserlebnissen.Als er Daniel sah, lächelte er ihn dankbar an. Daniel lächelte zurück. " Du lässt es dir ja gut gehen!" Daniel war so froh, dass es dem weihnachtsmann wieder besser ging "Na dann hast du ja ab heute eine Geschichte mehr zu berichten." Daniel setzte sich zu ihm ans Bett. Sie tranken Glühwein und der Weihnachtsmann erzählte weiter von seinen Erlebnissen bis es Morgen wurde. Als sich Daniel am Morgen auf dem Weg nach Hause machte wurde er nachdenklich. "Was erzähle ich meiner Familie und meinen Freunden? Das glaubt mir doch keiner" Er lief lächelnt nachhause. "Was für superschöne unvergessliche Weihnachten sind das."

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  4. ein Ruck durch den Schlitten ging und Daniel spürte wie die Geschwindigkeit allmählich langsamer wurde und in ein gemächlicheres Tempo wechselte. "So", dachte sich Daniel", "das Fliegen habe ich im Griff, fehlt nur noch das Buch mit den Anschriften der Kinder, die beschenkt werden sollen". Er suchte den Schlitten ab und fand es unter den Geschenken versteckt. Ein wunderschönes, in dunkelrot eingebundenes Buch, mit einer Goldschrift verziert, auf der stand "Frohe Weihnachten allen auf Erden":
    Daniel öffnete es ehrfurchtsvoll und in goldenen Buchstaben leuchteten ihm die Adressen der zu beschenkenden Kinder entgegen. Jedesmal wenn er einen Namen nannte, senkte sich der Schlitten neben dessen Haus. Wie Santa ihm geraten hatte, kletterte Daniel den Kamin herunter und verteilte so die Geschenke. Allmählich kam Freude bei Daniel auf, allen Kindern auf der Welt eine schöne Bescherung zu bereiten und wenn er an strahlende Gesichter mit leuchtenden Augen dachte, waren all die Strapazen und Aufregungen vergessen. Endlich hatte er es geschafft, noch ein Paket war abzuliefern, und als er die Adresse las, bemerkte er, dass es seine eigene war.Langsam senkte sich der Schlitten vor seinem Haus.Daniel stieg aus, wendete sich mit einem letzten Blick nach den Rentieren um, diese jedoch verschwanden mit enormen Tempo Richtung Norden. Daniel schüttelte den Kopf."Das glaubt mir niemand", murmelte er und ging langsam auf die Haustür zu, öffnete sie und trat ein. Was er dort sah ließ ihn staunend stehen. Ein herrlich geschmückter Weihnachtsbaum stand da und leuchtete in festlichen Glanz. Alle Vorbereitungen, die er noch für seine Xmas Party zu Erledigen hatte, waren getan. Seine Freunde konnten kommen.
    Was war das, am Weihnachtsbaum hing ein Brief "Persönlich, mit großen Buchstaben stand geschrieben, "Für Daniel, meinem besten Vertreter als Weihnachtsmann und Freund". Er öffnete den Umschlag und las.
    Frohe Weihnachten, für einen ganz besonderen Menschen, dessen Herz sich öffnet durch Gefühle, Liebe und Emotionen, das schönste Geschenk, was du für dich aufzuweisen hast. Halte daran fest Daniel, und all deine Wünsche werden Erfüllung finden. "SANTA". Danke für alles. Daniel drehte sich um, und eine kleine Träne zog ihre Bahn über seine Wangen.

    P.S. Sein Geschenk von Santa bleibt für euch ein Geheimnis.

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  5. ...jemand daniel am oberarm packte, ihn schüttelte und er die sanfte stimme seiner oma hörte: "daniel - du kannst doch jetzt nicht schlafen, gleich kommen deine gäste - schau, ich hab dir die versprochenen plätzchen mitgebracht". daniel öffnete die augen, blickte in das herzliche gesicht seiner oma und ihm wurde klar, dass er das alles gott sei dank nur geträumt hatte. er blickte um sich, die wohnung war ordentlich, der christbaum wunderschön geschmückt und auch der tisch war bereits gedeckt - er atmete tief durch und freute sich, dass ihm seine weihnachtsvorbereitungen dieses jahr so gut gelungen waren. erleichtert strahlte er seine oma an, nahm sie in den arm, drückte sie ganz fest und flüsterte: "frohe weihnachten, oma"

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  6. ... die Stimme von Santa in seinen Gedanken auftauchte.
    "Einfach die Zügel anheben, dann werden die Rentiere von allein langsamer. Bleib ganz ruhig, du machst das gut."
    Daniel tat das, was Santa ihm in seinen Gedanken befohlen hatte - und wie er gesagt hatte, die Rentiere wurden langsamer.

    Allmählich begann Daniel Spaß an seiner neuen Aufgabe zu bekommen, gelassen schwebte er über die Häuser, sang hier und da ein paar Zeilen von bekannten Weihnachtssongs, die ihm in den Sinn kamen, und verteile die Geschenke. Er konnte sogar die Gespräche die innerhalb der Häuser stattfunden mithören und spendierte hier und da noch einmal ein Geschenk extra,wenn er heraushörte, dass es ein wirklicher Herzenswunsch war. Er war glücklich, wenn er Leuten so eine Freude machen konnte.
    Nach getaner Arbeit landete Daniel mit seinem Schlitten zufrieden wieder auf der Erde und war ganz erstaunt, was man als Santa nicht alles so konnte.

    Er statte dem wahren Santa noch einen kurzen Besuch im Krankenhaus ab und brachte ihm ein Geschenk vorbei. Er musste sich spontan etwas einfallen lassen, also schenkte er ihm einen Gutschein, nochmal seine "Santa-Vertetung" zu sein, falls ihm irgendwann einmal, in der stressigen Weihnachtszeit, alles zu viel würde. Und dazu noch ein kleines Stoffrentier, was er einmal von einem Fan geschenkt bekommen hatte -falls er sich einsam fühlte so ganz allein ohne seinen Rentierschlitten im Krankenhaus.
    Er wusste ja nicht, ob man als Santa sonst noch etwas bekam, oder ob er nur die Wünsche der andere erfüllen musste. Um ehrlich zu sein, keine schöne Vorstellung...
    Auf dem Weg nach Hause, wo er den restlichen Abend mit seiner Familie verbringen würde - auf die Party hatte er jetzt ohnehin keine Lust mehr - blieb ihm jedoch ein Gedanke im Kopf: Ab und zu mal nen Santa zu sein, um einfach mal allen anderen Leuten ne Freude zu machen, war echt nen toller Job.

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